
In den letzten drei Monaten setzten die Aktienmärkte ihren seit April 2010 bestehenden Seitwärtstrend fort. Der DAX bewegte sich seit Anfang Juni in einer Bandbreite zwischen 5.802 und 6.387 Punkten. Der im Mai 2010 verabschiedete Rettungsschirm der Europäischen Union zur Stabilisierung der südeuropäischen Staaten konnte die Märkte beruhigen. Des Weiteren führten positive Halbjahreszahlen der Unternehmen im Juli zu einem Anstieg der Aktienmärkte. Im August sorgte eine Reihe schlechter Konjunkturdaten aus den USA für Gewinnmitnahmen. Die Lage am amerikanischen Häuser- und Arbeitsmarkt bleibt angespannt und ließ Spekulationen über ein sog. "Double-Dip", also ein weiteres Rezessions-Szenario, aufkommen.
Für die nächsten Monate stellen die Entwicklung der US-Konjunktur (insb. die Situation am Immobilien- und Arbeitsmarkt) sowie die Fortschritte bei der
Konsolidierung der europäischen Staatshaushalte die größten Risikofaktoren für die Aktienmärkte dar. Nach unserer Einschätzung sollten die steigenden Unternehmensgewinne und die weitere Stabilisierung der Weltkonjunktur als positive Faktoren überwiegen und für leicht steigende Kurse bis zum Jahresende sorgen.
Die Zinsen entwickelten sich in den letzten drei Monaten weiterhin im Abwärtstrend. Die Rendite 10-jähriger
Staatsanleihen lag im Tiefpunkt bei 2,15%. Die niedrigen Zinsen für kurzfristige Anlagen sowie die anhaltende Suche nach sicheren Investments stellen die beiden Hauptfaktoren für die rückläufige Zinsentwicklung dar. Auch der Goldpreis konnte in den letzten drei Monaten zulegen und bewegt sich wieder nahe des Allzeithochs bei
1.260 USD.