Aktuelles

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Auswirkungen der Turbulenzen an den Aktienmärkten

In den letzten Tagen gab es Turbulenzen an den weltweiten Aktienmärkten, über deren Auswirkungen wir Sie informieren möchten.

Als Auslöser gelten die Börsen in China, die erneut deutliche Verluste erlitten. Der chinesische Aktienmarkt erleidet seit Juni eine deutliche Korrektur seines Börsenbooms in 2014. Der Shanghai Composite Index hatte in 2014 von ca. 2000 Punkte auf über 5000 Punkte um ca. 150% zugelegt. Dieser schnelle Anstieg brach im Juni 2015 zusammen und der Index erlitt seitdem einen Einbruch von ca. 40% auf unter 3000 Punkte. Die chinesische Regierung versucht mit Maßnahmen den Kursverfall zu stoppen, was ihr bislang aber nicht nachhaltig gelang.

Welche Auswirkungen hat das für die übrigen Aktienmärkte?

Während sich im Juni die internationalen Börsen noch unbeeindruckt von den chinesischen Märkten zeigten, haben sich nun auch an den großen Aktienmärkten deutliche Verluste eingestellt. Der deutsche Aktienindex DAX notierte am Montag im Tageshandel unter 9.400 Punkten, konnte sich zwischenzeitlich aber wieder auf ca. 10.000 Punkte erholen. Verglichen mit den Spitzenwerten der letzten Monate um 11.700 hat der Index damit ca. 15% an Wert verloren. Auch der US-amerikanische Dow Jones Index verlor von ca. 18.000 Punkte auf ca. 16.000 Punkte um die 12% an Wert.

Entwicklung der Basisfonds in unserem Musterdepot

In diesem negativen Umfeld konnten unsere „Basisfonds“ ihre Stabilität unter Beweis stellen. Aufgrund der Aktienquoten der Fonds ist die Entwicklung in den vergangenen drei Monaten zwar negativ, allerdings passen die Fonds ihre Aktienquoten flexibel an die Marktsituation an und besitzen weitere Anlagen, die weniger Risiko als Aktien aufweisen.

Bei einer DAX-Entwicklung von ca. -13% in den letzten 3 Monaten verzeichnet der Flossbach-Fonds einen Rückgang von -5,79%, der Ethna-Fonds einen Rückgang von -3,64% und der Allianz Flexi-Rentenfonds einen Rückgang von

-3,66%. Im Durchschnitt ergibt sich bei den „Basisfonds“ein Wert von -4,36%.

Die 12-Monats-Entwicklung der drei Fonds liegt mit 5,53% immer noch im positiven Bereich.

Wie ist unsere Sicht für die nächsten Monate?

Die chinesische Regierung versucht, durch Maßnahmen (z.B. Verkaufsverbot von Aktien für Großanleger) die Märkte zu stabilisieren. Dies sollte dafür sorgen, dass der Börsencrash in China geringer ausfällt als an den großen Börsen der vergangenen Jahre, wo die Kurse um bis zu 70% gefallen sind (z.B. der DAX in den Jahren 2000 bis 2003). An welchem Punkt der Boden für die chinesischen Aktien tatsächlich erreicht ist, kann aber nur mit geringer Wahrscheinlichkeit bestimmt werden.

Wichtiger ist die Frage, ob sich durch die Entwicklung weitere Effekte auf die Wirtschaft in China und damit z.B. auf deutsche Exporteure ergeben.

Dies ist derzeit sehr wahrscheinlich, das heißt die Aktienmärkte haben in diesem Fall wieder Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Für die europäischen Aktienmärkte sollte dies bedeuten, dass ein Kursanstieg bis zu den Höchst-

punkten dieses Jahres sehr unwahrscheinlich ist. Wir sehen den DAX im besten Fall bei maximal 11.000 Punkten.

Sollten die Effekte für die Realwirtschaft größer ausfallen und insbesondere die Unsicherheit für das künftige Wirtschaftswachstum deutlich erhöhen, könnte sich ein mittelfristige Abwärtstrend am deutschen Aktienmarkt etablieren. In diesem Fall sind DAX-Werte unter 9.000 Punkten zu erwarten. Wir rechnen aktuell nicht mit diesem Szenario, weswegen die Basisfonds aus unserer Sicht keiner Anpassung bedürfen. Zumal die jüngste Stabilität unseren Erwartungen entspricht.

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen eine persönliche Beratung durch einen Anlageberater nicht ersetzen.

Wenn Sie eine persönliche Anlageberatung wünschen oder Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Seite. Kommen Sie einfach auf uns zu!